Heimatverein 1952 Arborn e.V.

 

Arborn unser Dorf zwischen Knoten und Kallenbach

Arborn, ein Ortsteil der Großgemeinde Greifenstein, liegt am Südhang des Westerwaldes. Unter seiner heutigen Bezeichnung tritt der Ort zum ersten Male 1391 in das Licht der Geschichte. Am 17. Juni des genannten Jahres belehnte Bischof Eckard von Worms den Ritter Conrad von Essershausen mit der Burg Essershausen, sowie Zehnt- und anderen Grundrechten Weilmünster, Mengerskirchen und Alborn. Nach dieser Schenkungsurkunde waren die Bewohner unseres Dorfes dem Lehnsherren pro Jahr drei Malter Käsegeld (90 Stück Käse) schuldig.

 

 

Damit lernen wir die Grundherren kennen, unter denen Arborn zwar nicht gegründet, wohl aber umbenannt wurde. Es sind die Bischöfe von Worms. Die Nassauer Grafen erwarben den Wormser Besitz in der Calenberger Zente, zu der auch Arborn gehörte und waren infolgedessen Rechtsnachfolger der Bischöfe geworden. Außerdem weiß man aus Verkäufen und Verpfändungen, dass die Beilsteiner Grafen nahezu die ganze Arborner Dorfmark als Eigentum in Anspruch nahmen.Das Dörfchen mit seinen ca. 600 Einwohnern besteht überwiegend aus einer Arbeiterwohnsiedlung, als Pendler müssen die Berufstätigen z.T. bis nach Frankfurt zu ihrer Arbeitsstelle fahren, auch die schulpflichtigen Kinder haben Schulwege von 6 km (Grundschule) bis zu 30 km (Berufsbildende Schulen) zurückzulegen. Die Wohnqualität hat sich jedoch in den letzten Jahren beträchtlich erhöht. Seit den 50er Jahren trägt eine Umgehungsstraße erheblich zur Verkehrsberuhigung bei und so hat der Mittelpunkt des Dorfes mit seinen idyllischen Fachwerkhäusern, u.a. der "Alten Schule", einer Kapellenschule aus dem Jahr 1717, seinen dörflichen Charakter erhalten, obwohl kaum noch landwirtschaftliche Betriebe vorhanden sind. Viele der früheren Bauernhäuser sind durch Umbau der Wirtschaftsgebäude vergrößert worden und eine Vielzahl neuer Häuser sind hinzugekommen. In den Jahren 1976 - 1980 ist am Ortsrand eine Ferienhaussiedlung entstanden, an deren Fuß befindet sich das Freibad des Dorfes. Dabei ist Arborn ein typisches Haufendorf mit geschlossener Siedlungslage geblieben.

 


Das Dorf war lange Jahre staatlich anerkannter Erholungsort, da jedoch die erforderliche Fremdenbetten nicht mehr zur Verfügung standen, wurde das Prädikat aberkannt. Auch die Dorfverschönerung hatte ihren festen Platz in der Bevölkerung und viele Preise konnten in Empfang genommen werden. Dass sich die Bemühungen um die Verbesserung des Ortsbildes gelohnt haben ist noch heute überall festzustellen.